Kreativität und Wirtschaftlichkeit

Kreativität und Wirtschaftlichkeit

Niemand hat uns gewarnt, keine große Revolution, ein schleichender Prozess in der Wirtschaftswelt. Wir stehen mitten drinnen im Zeitalter der Kreativität.

Die Zusammenhänge in der Wirtschaft werden immer komplexer und mit klassischen Managementinstrumenten zunehmend schwer steuerbar. Intuition, Innovation und Kreativität werden in Unternehmen immer wichtiger. Das große Potential zur Ertrags- und Wachstumssteigerung liegt in der Erschließung von neuen Geschäftsfeldern durch Kreativität und strategische Innovation. Strategische Innovation unterscheidet sich von strategischer Planung, dadurch, dass es hier um die Entdeckung von neuen „Landkarten“ geht und nicht um die Verbesserung des bestehenden oder Fortschreibung des gegenwärtigen Geschäftes.

W. Chan Kim und Rene Mauborgne (2005) erforschten in ihrem internationalen Bestseller „Der Blaue Ozean als Strategie“ Folgendes. Es wurden 108 Unternehmen zu Ihren „neuen“ Angeboten befragt, das Ergebnis zeigte, dass 86% auf die inkrementelle Verbesserung von bereits bestehenden Märkten (roter Ozean) entfielen und lediglich 62 % des Gesamtumsatzes sowie 39% des Gesamtgewinns ergaben. 14% der neuen Angebote entfielen auf die Erschließung von völlig neuen Märkten (blauer Ozean), dabei erzeugten sie 38% des Gesamtumsatzes und 61% des Gesamtgewinns. Es ist offensichtlich enorm profitabel sich in Unternehmen um den blauen Ozean zu kümmern.

In Unternehmen kommt es bei der Erschaffung und Etablierung von neuen Landkarten zur Verschiebung von Machtverhältnissen, neuen Kommunikations- und Kooperationsstrukturen, Identitäts- und Kulturkonflikten und emotionalen Spannungen innerhalb der Organisationen. Die Steuerung und Planung der Prozesse zur Entdeckung und Etablierung von neuen Landkarten (blauen Ozean) innerhalb von Unternehmen wird zukünftig in der Organisations- und Personalentwicklung einen noch wesentlicheren Stellenwert in den Performancesteigerungen von Unternehmen einnehmen.

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