Kreativät & Wirtschaft

Eines vorweg: Zahlen, Ziele, Prozesse, Strukturen, Hierarchien und andere rationalen Instrumente zur Unternehmenssteuerung sind wichtig und unabdingbar. Ohne konkrete Zielvorgaben, ohne Finanzkennzahlen oder ohne Struktur würde sich eine Organisation nur sehr schwer führen oder steuern lassen. In vielen Unternehmenskulturen und Situationen sind solche Instrumente auch wichtig und richtig eingesetzt. Aber je komplexer die Zusammenhänge, undurchschaubarer die Systemdynamiken und volatiler die Herausforderungen werden, desto „zahnloser“ werden diese Instrumente. Sie bringen nicht mehr den erwünschten Erfolg in der Gesamtsteuerung des Unternehmens oder des gesamten Wirtschaftssystems.

Wohin geht die Aufmerksamkeit?

Zuviel an Aufmerksamkeit wird in die Weiterentwicklung der rationalen Steuerungsinstrumente (Gesetze, Prozesse, Ziele, …)  investiert und die Organisation „schnürt“ sich selbst ein. Visionen verlieren an Strahlkraft und die soziale Mitte – die gemeinsamen Werte – werden nicht mehr wahrgenommen. Leidtragende sind dabei die Mitarbeiter, die Kunden und die Stakeholder, weil solche Organisationen wenig an Flexibilität, Innovationskraft, Kreativität und Leidenschaft in sich haben. Mittel und langfristig gibt es keine Innovation und ein Überleben der Organisation wird eher unwahrscheinlich.

Es braucht in Veränderungsprozessen die Verknüpfung zwischen der rationalen, emotionalen und imaginativen Ebene!